Forderung, das Trinovis-Gutachten zu veröffentlichen

Medien-Stellungnahme des Bürgerbegehrens
„Ja zum Bürgerbegehren HKK – Für eine bessere Versorgung im gesamten Heidekreis“
zur Forderung, das Trinovis-Gutachten zu veröffentlichen

Stellvertretend für das gesamte Bürgerbegehren teilen die Sprecher Otto Elbers, Adolf Köthe, Werner Salomon und Dr. med. Wolfram Franz mit:

„Wir als Bürgerbegehren fordern, dass das Trinovis-Gutachten endlich öffentlich in Gänze zugänglich gemacht wird.

Dieses Gutachten diente als wesentliche Entscheidungsgrundlage für die politische Bestimmung des Standortes für das neue Heidekreis-Klinikum zwischen Walsrode und Bad Fallingbostel. Dieses mit Steuern finanzierte Gutachten muss von der Öffentlichkeit eingesehen werden können, um zu überprüfen, wie die Gutachter gearbeitet und ob fehlerhafte Annahmen zu falschen Schlüssen geführt haben.

Denn: Diese Zweifel stehen ohnehin bereits im Raum. Aus bekanntgewordenen Ausschnitten ist ersichtlich, dass das Gutachten bei der Fahrzeitberechnung zu anderen Kliniken im Umkreis um bis zu 40 Prozent von den Ergebnissen abweicht, die man von Google-Maps erhält. Alleine dieser Umstand erhöht die zu erwartenden Patientenströme künstlich, was zu falschen Schlüssen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des neuen Heidekreis-Klinikums führt. Das trifft auch auf die Darstellung der Einwohner im 30-Minuten-Radius zu. Es ist sehr fragwürdig, dass bei den beiden nebeneinanderliegenden Standorten W1 und F4 eine Differenz von 30 000 Einwohnern zugunsten F4 herauskommen kann. Auch die Einberechnung von 80 000 Einwohnern als potentielle Patienten im 30-Minuten-Radius aus den umliegenden Landkreisen für den Standort F4 ist nicht nachvollziehbar. Es ist unrealistisch diese hohe Zahl in die Bewertung einfließen zu lassen, da um uns herum einige leistungsfähige Kliniken sind. Ob daneben noch andere erhebliche Mängel vorliegen, weiß niemand, solange das Gutachten nicht zugänglich gemacht wird.

Wir machen uns stark für einen transparenten Prozess, der die Bürgerinnen und Bürger beteiligt und nicht auf einem fehlerhaften Geheim-Gutachtens basiert. Deshalb sagen wir klar: Erst wenn sich der Landrat und das Heidekreis-Klinikum nicht mehr hinter der fadenscheinigen Begründung der Geheimhaltungsbedürftigkeit verstecken und das Gutachten veröffentlichen, kommen sie ihren Informationspflichten gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern nach!“

 

Soltau, den 16. Februar 2021

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