Medien-Stellungnahme des Bürgerbegehrens zum Ausgang des Bürgerentscheids am 18.04.2021

Stellvertretend für das gesamte Bürgerbegehren teilen die Sprecher Otto Elbers, Adolf Köthe, Werner Salomon und Dr. med. Wolfram Franz mit:

Die Bürger haben mehrheitlich mit NEIN zum Bürgerentscheid abgestimmt. Damit haben wir den Bürgerentscheid verloren.

Als Demokraten akzeptieren wir die Mehrheitsentscheidung ohne Wenn und Aber.

Es hat sich dennoch gelohnt für den Bürgerentscheid zu werben. Der Bürgerentscheid war sehr vielen Menschen ein dringendes Bedürfnis. Eine überwältigende Anzahl unserer Mitbürger hat uns unterstützt mit Zuspruch, guten Wünschen, Rat und Tat, mit großen und kleinen Hilfen und finanziellen Beiträgen.

Allen sagen wir herzlichen Dank für die große Solidarität.

Mit der dennoch hohen Zustimmung besonders aus dem Nordkreis zu unserem Bürgerbegehren im Bürgerentscheid ist das Problem deutlich geworden: eine sehr große Anzahl unserer Mitbürger akzeptiert den von der Kreispolitik bestimmten Standort nicht.
Wir haben uns aus Gerechtigkeitsgründen, aber auch auch deshalb so sehr engagiert, weil wir fürchten, dass es für F4 keine Fördermittel aus dem Strukturfonds II geben wird, denn für diese Fläche zwischen Bad Fallingbostel und Walsrode fehlen die zwei entscheidenden ministeriell angesagten Voraussetzungen für die Fördermittelvergabe: die zentrale Lage und die breite Akzeptanz in der Bevölkerung. Wenn der Standort F4 nach diesem Votum weiter geplant wird und wir die Fördermittel nicht erhalten, dann werden wir, wenn überhaupt, erst wesentlich später ein neues Klinikum im Landkreis bekommen.

Wir haben die verantwortlichen Entscheider zumindest aufgerüttelt. Vorstellbar wäre es, dass diese jetzt in Ruhe und emotionslos und unabhängig von Wahlkampfaufregung ihren am 26.06.2020 unter dem damaligen Wissensstand gefällten Entschluss angesichts des nicht zu ignorierenden großen Protestes in der Bevölkerung noch einmal überdenken. Denn wir alle gemeinsam wünschen uns ein neues modernes Krankenhaus mit für die Patienten und die Mitarbeiter guten Verhältnissen. Dies an einem Standort, der den Heidekreis endlich verbindet, weil er wirklich zentral gewählt ist und von der Bevölkerung breit akzeptiert wird, mit guter Chance auch auf wirtschaftlichen Erfolg. Wir alle haben den Wunsch, Pläne im Sozialministerium einzureichen, die unschlagbar besser die Voraussetzungen für die Zuteilung der Fördergelder erfüllen, als die Pläne der anderen vier Mitbewerber.

Für das alles reichen wir unsere Hände und bieten, wenn gewünscht, unsere Unterstützung an. Wir wollen statt der nicht zeitgemäßen Vorurteile, Anfeindungen und Grabenkämpfe zwischen den beiden Altkreisen endlich ein Wir-Gefühl für unseren gemeinsamen Heidekreis. Dazu könnte das Heidekreis-Klinikum sehr viel Verbindendes beitragen.

Soltau, den 18.04.2021

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