Medien-Stellungnahme zu den Argumenten derer, die einen Krankenhaus-Neubau auf F4 wollen

Medien-Stellungnahme des Bürgerbegehrens
„Ja zum Bürgerbegehren HKK – Für eine bessere Versorgung im gesamten Heidekreis“
zu den Argumenten derer, die einen Krankenhaus-Neubau auf F4 wollen

Stellvertretend für das gesamte Bürgerbegehren teilen die Sprecher Otto Elbers, Adolf Köthe, Werner Salomon und Dr. med. Wolfram Franz mit:

Stereotyp wiederholen die Befürworter des Standorts südwestlich von Fallingbostel (F4) die Sätze: „Wir denken nicht mehr in alten Landkreisgrenzen“, „Für uns gibt es keine Nord/Süd-Unterteilungen“, „Wir leben alle in einem gemeinsamen Landkreis“.

Alle diese Floskeln sind Selbstverständlichkeiten und genauso anerkannt wie die Redewendung: „Nach dem Frühling kommt der Sommer.“

Aber diese Sätze dienen keinesfalls als Argumentationsgrundlage für ein dezentral zu bauendes Krankenhaus. Ausgerechnet neben dem unzureichend akzeptierten Krankenhausstandort, der schon seit vielen Jahren von viel zu wenigen Heidekreis-Bürgern (46,3%) genutzt wird und wirtschaftlich nicht tragfähig ist, soll ein neues Klinikum entstehen? Dafür liefern derartige Worthülsen keine ausreichende Begründung.

Ähnlich ist es mit folgendem Argument: „Die erstellten Gutachten räumen dem Standort F4 die besten Chancen ein.“ Das könnte unter Umständen bei Prüfung der Gutachten überzeugen. Diese werden aber in höchster Geheimhaltungsstufe unter Verschluss gehalten. Warum?

Auch die Argumentation mit der demokratischen Mehrheitsentscheidung der Kreistagsmitglieder für den Standort F4 greift zu kurz. Die Kreistagsmitglieder kannten zum Zeitpunkt der Abstimmung mehrheitlich nicht die geheimen Gutachten, sondern nur Auszüge, die schon widerlegt sind. Die Kreistagsmitglieder haben ihre Pflicht nicht erfüllt, sich vor einer Entscheidung von so erheblicher Tragweite gründlich zu informieren. Was ist dann diese Entscheidung wert?

Und nun das vermeintliche Totschlag-Argument, dass ein erfolgreicher Bürgerentscheid dazu führen werde, dass gar kein Krankenhaus entstehe, da nur F4 bebaubar sei. Vergessen ist plötzlich, dass sieben geeignete Grundstücke zur Auswahl standen und am Ende vor der Kreistags-Entscheidung noch gleichberechtigt Dorfmark und Bad Fallingbostel.

Von den „guten Argumenten“ bleibt kein einziges schlüssiges Argument für die Standortwahl F4.

Die Handelnden begründen ihre verfehlte dezentrale Standortwahl nicht. Die Erreichbarkeit, der Erfolg und die Wirtschaftlichkeit eines zukünftigen Krankenhauses werden in den Hintergrund gedrängt. Die Verluste nach der Verlagerung der Hauptabteilungen nach Walsrode gleicht der Steuerzahler schon zehn Jahren klaglos aus. Sollen das alle Gemeinden des Heidekreises weiterhin tun, auch wenn sie das neue Krankenhaus nicht nutzen können?

Man verschließt sich jeglicher sachlichen Argumentation des Bürgerbegehrens, für einen zentralen Standort bei Dorfmark und zieht sich auf die Irreführung der Bürger im Heidekreis zurück, um den Standort F4 durchzusetzen.

Wir halten Sie an, diesem fadenscheinigen und undurchsichtigen Vorgehen nicht zu folgen!

Stimmen Sie am 18. April 2021 für das Bürgerbegehren mit Ja ab. Stimmen Sie für einen wirklich zentralen Krankenhausstandort des Kompromisses, der Vernunft, der breiten Akzeptanz und des Friedens!


Soltau, den 09. März 2021

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