Offener Brief an Herrn Sebastian Zinke MdL zum Bangen um die klinische Versorgung

Medien-Stellungnahme des Bürgerbegehrens
„Ja zum Bürgerbegehren HKK – Für eine bessere Versorgung im gesamten Heidekreis“
Offener Brief an Herrn Sebastian Zinke MdL zum Bangen um die klinische Versorgung

Stellvertretend für das gesamte Bürgerbegehren schreiben die Sprecher Otto Elbers, Adolf Köthe, Werner Salomon und Dr. med. Wolfram Franz an Herrn Sebastian Zinke MdL:

Sehr geehrter Herr Zinke,

in zahlreichen Presseerklärungen haben Sie geäußert, Sie bangten wegen des Bürgerbegehrens um die klinische Versorgung im Heidekreis. Die Sorge um die klinische Versorgung teilen wir, führen diese jedoch umgekehrt gerade auf Ihr Verhalten zurück.

Auf die zahlreichen Argumente des Bürgerbegehrens, die Ihnen aus unseren Pressemeldungen bekannt sein dürften, und die Sie andernfalls auf unserer Website ausführlich begründet nachlesen könnten, gehen Sie nicht ein. Überzeugende und sachliche Argumente für den kreispolitisch favorisierten Standort bringen Sie wiederum nicht vor.

In dem Bürgerentscheid geht es um die Frage, ob das Krankenhaus, wie von Ihnen und der Kreispolitik gewollt, dezentral gebaut wird oder wirklich zentral, in der Mitte des Kreises bei Dorfmark, gut für alle Heidekreisbürger erreichbar und von daher breit akzeptiert. Letzteres ist unsere Forderung, die, und das ist der springende Punkt, auch die ministerielle Vorgabe erfüllt.

Wenn man im Heidekreis für ein neues Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung neben den zukünftig umliegenden Maximal-Versorger-Krankenhäusern noch eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft erreichen will, muss mit größter Sorgfalt der Standort entsprechend der klugen ministeriellen Vorgabe gewählt werden. Darum geht es uns. Alle anderweitigen Motiv-Unterstellungen seitens der Kreispolitik weisen wir erneut entschieden zurück!

Für die Schieflage unserer heutigen beiden Krankenhaus-Standorte, ausgelöst auch durch alte und neue politische Fehlentscheidungen, scheinen Sie als langjähriges Aufsichtsratsmitglied führend mitverantwortlich. Durch kurzsichtiges Kirchturmdenken versuchen Sie Ihre Wählerschaft im Süden zufrieden zu stellen, indem Sie das neue Haus in der Nähe des alten, seit Jahren verlustreichen Hauses bauen wollen. Zahlreiche verdiente, langjährige Parteikollegen haben wohl auch aufgrund Ihrer verfehlten Krankenhauspolitik erst kürzlich enttäuscht die SPD verlassen.

Eine Umplanung auf den Bereich Dorfmark, dem zentralen Standort des Kompromisses und der Vernunft, hätte schon längst geschehen können und wäre auch noch nach dem 18. April 2021 möglich, wenn auch unter größeren Anstrengungen.

Wie Sie wissen, hat Herr Dr. Robbers, als zentrale Person in der Krankenhausplanung des Ministeriums, der Kreispolitik aufgetragen, transparent einen zentralen, breit akzeptierten Standort für den Neubau zu bestimmen. Auf unsere Anfrage hin hat er nochmals empfohlen, vor dem Hintergrund der den Politikern auferlegten, eindeutigen Vorbedingung für eine Chance auf Zuteilung der angestrebten Fördergelder, eine Einigung zu finden.

Sie und die übrige Kreispolitik verweigern sich beharrlich der ministeriell gesetzten Vorgabe und setzen so die Zuteilung der Fördermittel und damit das neue Krankenhaus aufs Spiel. Auf diesem Wege werden für unseren gemeinsamen Heidekreis die Gesundheitsversorgung und eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe medizinische Versorgung gefährdet, wenn nicht gar auf Dauer verhindert!

Auf nichtssagende Worthülsen, die von der Kernfrage ablenken, wird die Bevölkerung nicht lange hereinfallen. Wer für ein neues modernes Krankenhaus für den gesamten Heidekreis ist, der muss am 18. April 2021 mit JA für den Bürgerentscheid und JA für ein neues Krankenhaus abstimmen. Es geht tatsächlich um die Frage JA oder NEIN für ein neues Krankenhaus.

Der guten Ordnung halber informieren wir Sie abschließend darüber, dass wir – wie für einen offenen Brief üblich – eine Kopie unseres Schreibens der Öffentlichkeit zugänglich machen.

 

Soltau, den 12.03.2021

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