Offener Brief an Rolf Hillmann, Walsroder Zeitung, als Gegendarstellung zu seiner Berichterstattung über unsere Einladungs-Absage seiner geplanten Podiumsdiskussion

Stellvertretend für das gesamte Bürgerbegehren schreiben die Sprecher Otto Elbers, Adolf Köthe, Werner Salomon und Dr. med. Wolfram Franz an Herrn Rolf Hillmann:

Sehr geehrter Herr Hillmann,

Sie haben im Namen der Walsroder Zeitung die vier Sprecher des Bürgerbegehrens zu einer Podiumsdiskussion über 60 Minuten zur Krankenhaus-Standort-Diskussion eingeladen. Auf der anderen Seite sollten die Kreistagsabgeordneten Gudrun Pieper und Sebastian Zinke, sowie der Krankenhausgeschäftsführer Herr Dr. Rogge und der Landrat Ostermann diskutieren. Wir haben freudig spontan zugesagt.

Dann haben wir angefragt, ob wir auf unserer Seite auf eine Person verzichten und dafür der Unternehmer Jürgen Röders mitdiskutieren könnte. Soweit bestand Einigkeit. Herr Röders hat bei Ihnen zu den geplanten Abläufen nachgefragt. Plötzlich sollte die Veranstaltung zwei Stunden dauern, es würden mehrere Videoclips von beiden Seiten eingeblendet werden. Die „unparteiische“ Moderation würden Sie selbst übernehmen. Uns vier eingeladene Initiatoren haben Sie über beides nicht informiert.

Zum Anfertigen eigener Videoclips sehen wir uns zeitlich und finanziell nicht in der Lage. Ohnehin können wir den vielen von der Gegenseite aus Steuergeldern finanzierten, sehr teuren Werbekampagnen aus unseren Spendengeldern nicht annähernd auf Augenhöhe begegnen.

Ein Gebot der Fairness wäre es gewesen, beide Seiten über den vorgesehenen Ablauf schon in der Einladung zu informieren bzw. anzuregen, die Bedingungen gemeinsam festzulegen. Wir wissen aus Ihren zahlreichen selbst verfassten Artikeln und Kommentaren längst um Ihre Parteilichkeit. Dennoch hätten wir Sie als Moderator nicht gefürchtet und toleriert. Unseren Einladungen zu Pressegesprächen ist die Walsroder Zeitung dann nicht mehr gefolgt. Sie selbst haben sich in persönlichen Kommentaren beleidigend („Kinderfragen“) und diffamierend über uns geäußert. Auch in Ihrem Text vom 27.03.21 verlassen Sie mit Ihren Wertungen wieder die sachliche Ebene. („Deutungshoheit, Verurteilungen“, „diese Herren direkt zu erleben“. „Sie hätten doch nur ihre üblichen Statements und Anschuldigungen aufsagen müssen“.)

Sie beklagen den Ton in den sozialen Netzen, werfen uns aber vor, dass wir unsere Facebookseite nur als Informationsplattform geschaltet und die Kommentarfunktion gesperrt haben. Gerade wegen der vielen unsachlichen Einträge, die wir in den sozialen Netzwerken von der Gegenseite lesen können und die uns auf unsere Mailadresse geschickt werden, haben wir die Kommentar-Funktion gesperrt. Die Facebookseite „EIN Heidekreis-Klinikum in Bad Fallingbostel“ zensiert und blockiert schon lange uns und auch zahlreiche andere Menschen, die als Kommentatoren ihre Meinung äußern wollten.
Wir hätten schon vor Monaten sehr gern mit den Befürwortern des dezentralen Standorts diskutiert, diese haben uns aber keine Gelegenheit gegeben. Stattdessen haben sie uns diskriminiert, kriminalisiert, verspottet. Und deren Aussagen haben Sie, Herr Hillmann umfangreich abgedruckt und eigenständig wiederholt. Das haben wir alles ertragen. Die Öffentlichkeit und wir wurden von der Gegenseite wiederholt in größter Dreistigkeit belogen („Dorfmark nicht bebaubar“, „Dorfmark nicht realisierbar“. „Wer gegen den Standort F4 ist, der kriegt gar kein Krankenhaus“. „Die Gesundheitsversorgung ist durch die Initiatoren gefährdet“. „Fördergelder kann man nur für F4 erlangen“).

Sie, Herr Hillmann, haben uns zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, dann aber das Format ohne Absprache nach eigenem Gutdünken verändert. Sie haben sich in der Standortfrage vielfach parteiisch positioniert, geben aber vor, sie könnten ein unparteiischer Moderator sein.

Nun müssen Sie es aushalten, dass wir ein Spiel, dessen Regeln Sie allein bestimmen wollen, nicht mitspielen. Wir sind gespannt, ob Sie soviel Anstand besitzen, unseren offenen Brief abzudrucken. Betrachten Sie ihn bitte als Gegendarstellung zu Ihrem Bericht vom 27.03.2021.

Der guten Ordnung halber informieren wir Sie abschließend darüber, dass wir – wie für einen offenen Brief üblich – eine Kopie unseres Schreibens der Öffentlichkeit zugänglich machen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

stellvertretend für das gesamte Bürgerbegehren die Sprecher
Otto Elbers, Adolf Köthe, Werner Salomon und Dr. med. Wolfram Franz

Soltau, den 28.03.2021

Zurück