Standort in der goldenen Mitte

Medien-Stellungnahme des Bürgerbegehrens
„Ja zum Bürgerbegehren HKK – Für eine bessere Versorgung im gesamten Heidekreis“
zu Dorfmark als Standort in der goldenen Mitte

Stellvertretend für das gesamte Bürgerbegehren teilen die Sprecher Otto Elbers, Adolf Köthe, Werner Salomon und Dr. med. Wolfram Franz mit:

„Die Befürworter von F4 werfen uns immer wieder vor, großes Theater um wenige Minuten und Kilometer zu machen. Dahinter stehen aber wichtige Argumente, wie die dauerhafte wirtschaftliche Tragfähigkeit eines neuen Heidekreis-Klinikums.

In der Zeit von 2009 bis 2012 erarbeiteten Gutachter Vorschläge, wie die beiden bestehenden Kliniken wirtschaftlicher werden können. Die zentrale Idee war es, die Doppelvorhaltung medizinischer Leistungen zu reduzieren, die wirtschaftlich sich tragenden Abteilungen zu erhalten und die wirtschaftlich verlustreichen Abteilungen zu schließen. Anstatt diesen Empfehlungen zu folgen, schloss die Politik die erfolgreichen Abteilungen in Soltau und verlagerte den Schwerpunkt des Heidekreis-Klinikums nach Walsrode.

Hierdurch wurde die Bevölkerung des Nordkreises seit 2012 weitgehend von der Klinikversorgung ausgeschlossen. Die Folge: Das Klinikum, was sich bis zur Neustrukturierung insgesamt finanziell hatte tragen können, erwirtschaftet seitdem Verluste von jährlich 10 Millionen Euro. Dieser Fehlbetrag von rund 80 Millionen Euro musste der Landkreis ausgleichen, um eine Insolvenz des Klinikums abzuwenden.

Dass die Nordkreisbevölkerung ausgeschlossen wurde, spiegelte sich auch im Eigenversorgungsgrad wider. Laut der Geschäftsführung liegt dieser heute lediglich bei 46,3 Prozent. Die Verlagerung in den Süden des Kreises hat somit zur Folge, dass 53,7 Prozent der Heidekreis-Bevölkerung das eigene Klinikum nicht mehr aufsuchen. In Krankenhäusern der Nachbarkreise liegt der Eigenversorgungsgrad dagegen bei durchschnittlich 70 Prozent.

Dies alles hätten die Kreistagspolitiker bei ihrer Entscheidung für einen neuen Krankenhaus-Standort überblicken und bedenken müssen.

Bereits einmal hat die falsche Standortwahl dazu geführt, dass die Bevölkerung jahrelang ein unwirtschaftliches Klinikum finanziell auffangen musste. Wir können es nicht zulassen, dass dieser Fehler erneut begangen wird und ein neues Heidekreis-Klinikum errichtet wird, was von vornherein die Bevölkerung des Nordkreises ausklammert und alleine schon deshalb finanziell unterstützungsbedürftig bleiben wird!

Wir wollen auch ein neues gemeinsames Heidekreis-Klinikum. Das gehört aber in die Mitte des Heidekreises. Die ist bei Dorfmark!“

 

Soltau, den 16. Februar 2021

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